Goodbye 2025 - Mein kreativer Jahresrückblick: Schreiben, Kunst und alles dazwischen
Was dieses Jahr geprägt hat
2025 war das Jahr, in dem ich zurück in den Alltag gefunden habe – in ein normales Leben.
Ein Leben, in dem nichts mehr so ist wie früher.
Ich habe mich eingelebt in diese neue Realität. Habe Mut entwickelt, Kraft gesammelt, Stärke bewiesen und durchgehalten. Und dabei haben Kunst und Schreiben eine unglaublich große Rolle gespielt. Sie waren Halt, Ausdruck, manchmal auch Rettung.
Was entstanden ist
Hätte man mir im Frühling 2025 gesagt, dass ich im November meinen Roman veröffentlichen würde, ich hätte gelacht.
Mehrere Jahre sind vergangen, seit ich „Versehentlich wir“ geschrieben habe. Jahre, in denen ich versucht habe, einen Verlag zu finden. Jahre, in denen ich gehofft, gezweifelt und die Idee, dieses Buch zu veröffentlichen, irgendwann aufgegeben habe.
Und dann kam ein emotionaler Zusammenbruch.
Und mit ihm dieses vertraute Gefühl: Alles aufschreiben zu wollen.
Doch wo anfangen?
Also begann ich, meinen ersten Roman noch einmal zu lesen. Und plötzlich war da diese klare Entscheidung:
Das ist zu gut, um es in der Lade – der virtuellen natürlich – verrotten zu lassen.
Was mich getragen hat
Malen, Zeichnen, Kritzeln, Ausprobieren – Kunst begleitet mich, seit ich ein Kind bin. Sie war immer ein Weg abzuschalten. Der Alltag tritt zurück, das kreative Schaffen übernimmt.
Auch in diesem Jahr war das so.
Während meiner ambulanten Reha im Frühling sind unzählige Skizzen und Zeichnungen entstanden. Danach war endlich wieder Raum für meine Aquarelle. Und gerade jetzt, in der Weihnachtszeit, probiere ich wieder Neues aus.
In diesem Jahr ohne meine Arbeiten auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen.
Diesmal schaffe und werke ich nur für mich.
Ich habe alte Weihnachtskugeln upgecycelt – Aquarellfarbe drauf, trocknen lassen, fertig sind kleine Schätze. Still, verspielt, persönlich.
Was ich gelernt habe
Dieses Jahr hat mich viel gelehrt. Viel fühlen lassen.
Spüren – das klingt so selbstverständlich und passiert doch oft ganz unbewusst.
Im Sommer habe ich wieder Sand unter meinen Füßen gespürt. Das Meerwasser auf der Haut. Sonne und Wind an der niederländischen Küste.
Vieles fühlte sich an, als würde ich es zum ersten Mal erleben.
Und irgendwie war es auch so – es war das erste Mal nach einem lebensverändernden Ereignis.
Ich habe Zeit mit lieben Menschen intensiver genossen als früher. Weniger gedacht, mehr gelebt. Bewusster wahrgenommen.
Und ich habe gelernt, mit mir selbst nachgiebiger zu sein.
Eine Erkenntnis, die man erst wirklich versteht, wenn man plötzlich wieder bei Null anfangen muss.
Meine eigenen Grenzen spüre ich heute deutlicher als früher. Und das ist okay.
Sie schützen. Sie bremsen. Sie erinnern.
Ausblick
Ich freue mich auf ein Jahr voller schöner Momente.
Ich nehme mir vor, auch im kommenden Jahr bewusster wahrzunehmen. Mir selbst öfter lobend auf die Schulter zu klopfen. Und auf diese innere Stimme zu hören, die sagt:
„Du darfst jetzt Pause machen.“
Danke, 2025 – für alles, was war. Und für alles, was bleiben durfte.